Bei Aufständen in mehreren Haftanstalten Ecuadors sind Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Wie die Gefängnisverwaltung des südamerikanischen Landes mitteilte, wurden mindestens 62 Insassen getötet.

Staatspräsident Lenín Moreno machte „kriminelle Organisationen“ für die Meutereien verantwortlich. Diese Banden hätten „zeitgleiche Gewalttaten in mehreren Gefängnissen“ angezettelt. Auch Innenminister Patricio Pazmiño sprach von einer konzertierten Aktion krimineller Gruppen.

„Die Polizei und das Innenministerium arbeiten daran, die Kontrolle über die Gefängnisse von Guayaquil, Cuenca und Latacunga wiederzuerlangen“, twitterte Moreno. Auch aus der Haftanstalt von Cotopaxi wurden gewalttätige Auseinandersetzungen gemeldet.

Die Polizei verlegte zusätzliche Einheiten in die Gefängnisse. Bei Zellen-Durchsuchungen wurden Schusswaffen, Macheten, Messer und Mobiltelefone sichergestellt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Sehr besorgt: Angehörige von Gefängnisinsassen warten auf Nachrichten

Bereits im Dezember hatte es Häftlingsrevolten in mehreren ecuadorianischen Gefängnissen gegeben. Dabei waren elf Insassen getötet worden.

wa/fw (afp, ap, rtr, dpa)