Bei seiner Senatsanhörung hat der designierte US-Justizminister Merrick Garland sehr persönlich auf die Frage geantwortet, warum er das Amt übernehmen wolle. Dabei kämpfte Joe Bidens Wunschkandidat mit den Tränen.

Corey Booker, Senator
»Könnten Sie am Schluss über Ihre Beweggründe und Ihre Familiengeschichte sprechen – wie Sie Hass und Diskriminierung in der amerikanischen Geschichte begegnet sind?«

Merrick Garland, designierter US-Justizminister
»Ja, Senator, Sie wissen, meine Großeltern sind vor Antisemitismus und Verfolgung geflohen. Dieses Land hat uns aufgenommen und beschützt. Und ich fühle nun eine Verpflichtung gegenüber dem Land, etwas zurückzugeben. Das ist die größte und beste Verwendung meiner Talente. Ich möchte die Art von Justizminister sein, die Sie in mir sehen. Ich werde mein Bestes geben, um so ein Justizminister zu werden.«

Der 68-Jährige arbeitet derzeit noch als Richter an einem Berufungsgericht in Washington, D. C. Garland hat bis auf ein paar Jahre als Anwalt fast seine komplette Karriere im öffentlichen Dienst verbracht. Seine größte Aufgabe: Glaubwürdigkeit zurück ins Justizministerium zu bringen.