Wird ein begehbarer Lebensmittelautomat der Bahnhofssupermarkt der Zukunft? In einem Modellprojekt haben die Deutsche Bahn und Edeka am Bahnhof des baden-württembergischen Renningen nun jedenfalls einen solchen komplett digitalisierten Minisupermarkt eröffnet.

Der Markt ist rund um die Uhr geöffnet und kommt ohne Mitarbeiter aus. Die Kunden bestellen und bezahlen die Produkte per Smartphone-App oder am Automaten. Eine mechanische Anlage mit Robotertechnik sucht die gewünschten Waren zusammen und stellt sie dann an einer Ausgabe bereit.

Zur Eröffnung des Marktes standen den Interessenten zunächst rund 300 verschiedene Artikel zur Verfügung. Später sollen es mal bis zu 800 werden – darunter Grundnahrungsmittel, gekühlte Waren und Drogerieartikel.

Robotersupermärkte gibt es schon einige

Dies ist der erste automatisierte Bahnhofssupermarkt, an anderen Standorten gibt es solch digitalisierte Märkte verschiedener Lebensmittelhändler aber schon länger. So etwa von der Firma Bünting in Oldenburg: In ihrem »Combi 24/7«-Markt gibt es eigenen Angaben zufolge mehr als 500 Artikel von frischen Lebensmitteln über Getränke, Drogeriewaren bis hin zu Tabakwaren. »Herr Anton« ist ein anderes Unternehmen, das digitalisierte Minimärkte ohne Mitarbeiter in Containern in Bochum, Emsdetten, Lengerich und Tecklenburg anbietet.

Auch die Supermarktkette Tegut betreibt mit »teo« kleinere Märkte ohne Mitarbeiter – hier nehmen die Kundinnen und Kunden die Produkte jedoch selbst aus den Regalen. Auch in der Schweiz experimentiert die Supermarktkette Migros unter dem Namen »Migrolino« mit ersten Roboterläden.

Kosten von einer halben Million

Die Investitionskosten für den Supermarktautomaten bezifferte die Bahn auf rund eine halbe Million Euro. Hintergrund des Testlaufs sei der Wunsch vieler Reisender nach besseren Einkaufsmöglichkeiten an Bahnhöfen. Der staatseigene Konzern arbeitet bei dem Projekt mit Edeka Südwest und dem Stuttgarter Technologie-Start-up Smark zusammen.

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