Heute geht es um die Fortschritte der Amerikaner bei ihrer Impf-Kampagne, um die Verzögerungen bei der geplanten Schnelltest-Offensive von Jens Spahn – und um den Wohngipfel.

US-Bürger können auf baldige Impfung hoffen

Es ist eine erschreckend hohe Zahl: In den USA sind seit Ausbruch der Corona-Pandemie gut 500.000 Menschen an den Folgen ihrer Viruserkrankung gestorben. Das sind mehr Tote, als das Land im Zweiten Weltkrieg zu beklagen hatte. Präsident Joe Biden und seine Frau Jill gedachten der Toten mit einer Trauerzeremonie im Weißen Haus.

Aber Amerika wäre nicht Amerika, wenn es nicht zugleich Hoffnung auf bessere Zeiten geben würde. In den vergangenen Wochen ist die Zahl der Neuninfektionen deutlich gesunken. Inzwischen werden durchschnittlich noch etwa 77.000 neue Fälle pro Tag gemeldet, auf dem Höhepunkt der Krise im Januar betrug der Sieben-Tage-Durchschnitt 250.000 Neuinfektionen pro Tag. Das Fernsehen zeigt Bilder von glücklichen Krankenschwestern, die in einigen Bundesstaaten bereits die Behelfsstationen für Covid-Kranke stilllegen.

Zwar breiten sich Virus-Mutanten auch in den USA aus. Doch zugleich kommt das Impf-Programm der Regierung gut voran. Joe Biden hatte 100 Millionen Impfungen in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit versprochen, voraussichtlich wird er dieses Ziel übererfüllen. Bislang wurden bereits 63 Millionen Impfungen verabreicht, gut 13 Prozent der US-Bevölkerung haben mindestens eine Dosis von Pfizer/Biontech oder Moderna erhalten.

Täglich werden derzeit gut 1,8 Millionen Impfungen verabreicht. Schon bald könnte die Zahl auf bis zu drei Millionen Impfungen am Tag steigen. Allein in den kommenden sechs Wochen sollen gut 145 Millionen zusätzliche Impfstoffdosen ausgeliefert werden. Bis Ende des Monats wird zudem die Freigabe des Impfstoffes der Firma Johnson & Johnson erwartet. Bis zum Juni könnte dann nach vorläufigen Schätzungen jeder Erwachsene in den USA geimpft werden.

Dämpfer für Jens Spahn

Die Idee ist eigentlich gut. Im perfekten…