In Myanmar geht das Militär mit zunehmender Härte gegen die Proteste im Land vor. Trotz der Androhung von tödlicher Gewalt gegen die Demonstrierenden, sind am Montag erneut Hunderttausende Menschen im Land gegen den Putsch der Armee auf die Straße gegangen. Die USA haben derweil zwei weitere führende Militärangehörige mit Sanktionen belegt.

Die Generäle müssten die Unterdrückung friedlicher Proteste einstellen, die zu Unrecht festgenommenen Personen freilassen und zur Demokratie zurückkehren, forderte US-Außenminister Antony Blinken am Montagabend (Ortszeit). Die Sanktionen richten sich demnach gegen Generalleutnant Moe Myint Tun und General Maung Maung Kyaw, die Teil des neuen Führungsapparats sind. Anfang Februar hatten die USA bereits zehn Anführer der Putschisten mit Sanktionen belegt.

Den beiden Militärs wird die Einreise in die USA untersagt. Auch werden mögliche Vermögenswerte der zwei Generäle in den Vereinigten Staaten eingefroren. Die US-Regierung hatte zuvor bereits Sanktionen gegen andere führende Militärs in Myanmar verhängt.

Blinken drohte der Militärjunta am Montag zudem mit weiteren Sanktionen: »Wir werden nicht zögern, weitere Maßnahmen gegen jene zu ergreifen, die Gewalt ausüben und den Willen des Volkes unterdrücken.« Der Außenminister appellierte an die Armee und Polizei des südostasiatischen Landes, alle Attacken auf friedliche Demonstranten einzustellen, zu Unrecht inhaftierte Menschen freizulassen, die »Einschüchterung von Journalisten und Aktivisten« zu stoppen und die demokratisch gewählte Regierung wieder einzusetzen.

Auch EU belegt Vertreter des Militärs mit Sanktionen

Wenige Stunden zuvor hatten auch die EU-Außenminister die Verhängung von Sanktionen gegen Vertreter des Militärs in Myanmar beschlossen. Eine konkrete Liste mit Betroffenen muss nach dem Grundsatzbeschluss aber noch ausgearbeitet und separat verabschiedet werden. Auch Kanada und die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien haben bereits Sanktionen…