DW: Lena Oberdorf, ihre Entwicklung schreitet rasant voran. Was haben Sie im Länderspiel gegen die Belgierinnen gelernt?

Lena Oberdorf: Ich glaube, mit jedem Spiel kommt ein bisschen Erfahrung dazu. Beim Testspiel gegen Belgien habe ich mich in dem einen oder anderen Kopfballduell ein bisschen wegchecken lassen. Bei dem Kontakt kurz vorher merkt man die Erfahrung der Gegnerinnen. Jetzt weiß ich, dass ich da ein bisschen Abstand halte und dann mit ein mehr Schwung reingehe. Dann kriege ich den Kontakt vorher nicht, und gewinne so das Duell. Und was man natürlich immer weiter lernt ist, dass man „einfach“ bleibt und die einfachen Pässe spielt.

Wie läuft das Dreiländerturnier unter Corona-Bedingungen für Sie persönlich?

Es läuft für uns eigentlich ganz entspannt ab. Wir kommen ins Hotel, sind in unseren Zimmern bis zum Corona-Test und dann kriegen wir die Ergebnisse. Erst danach sind wir an unserem Tischgruppen zusammen. Insgesamt haben wir echt viele Regeln: immer mit Maske, alleine auf dem Zimmer, natürlich. Klar, ist es schade, dass man nicht so viel Kontakt zu den anderen Mädels hat, außer auf dem Fußballplatz, aber ich denke, da müssen wir uns jetzt einfach anpassen. Wir haben schon dieses Ansehen, sodass wir einfach spielen dürfen. Da müssen wir die Umgangsregeln einfach akzeptieren und alles, was dazu gehört. Es ist einfach schön, auf dem Platz stehen zu dürfen.

„Three Nations. One Goal“, so lautet das Motto dieses Dreiländerturniers mit dem Ziel, auch die WM 2027 nach Belgien, die Niederlande und Deutschland zu holen. Wie wäre das?

Das wäre auf jeden Fall richtig cool. 2027 hoffen wir natürlich, dass es wieder Zuschauer geben wird, wovon man stark und ausgehen kann. Deswegen wäre es einfach umso schöner, weil dann wieder Familien ins Stadion kommen könnten. Die drei Länder sind nicht so weit auseinander, dass man nicht auch bei den Auswärtsspielen zugucken kommen kann. Es gibt viele schöne Stadien, sowohl in Holland, Belgien als auch in…