500 Kerzen säumten die Stufen des Weißen Hauses – ein Symbol für die Verstorbenen. US-Präsident Joe Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris gedachten der mehr als eine halbe Million Covid-Toten in den USA. Vor einem Jahr, im Februar 2020, wurden die ersten Opfer der Coronapandemie in den USA registriert.

Joe Biden, US-Präsident
»Heute markieren wir einen düsteren, erschütternden Meilenstein: 500.071 Tote. Mehr Amerikaner sind in einem Jahr an dieser Pandemie gestorben als im Ersten Weltkrieg, im Zweiten Weltkrieg und im Vietnamkrieg zusammen.«

Auch der führende Virologe des Landes meldete sich zu Wort – und sprach von einem Versagen im Kampf gegen das Virus.

Anthony Fauci, Berater des Weißen Hauses<
»Alle Nationen hatten ein Problem. Aber das erklärt nicht, wie eine reiche und hoch entwickelte Nation den höchsten prozentuellen Anteil der Toten hat und zum am härtesten getroffenen Land der Welt werden kann. Das hätte nicht passieren dürfen.«

Damit greift Fauci gezielt den damaligen Präsidenten Trump an. Dieser hatte seinen eigenen Virusexperten wiederholt in der Öffentlichkeit bloßgestellt und die Weckrufe der Experten ignoriert.

Anthony Fauci, Berater des Weißen Hauses
»Aus dem Weißen Haus kamen einfach sehr unterschiedliche Botschaften an die Öffentlichkeit: Die Mediziner baten darum, sich an die Richtlinien zu halten. Gleichzeitig sprach der Präsident davon, einzelne Staaten vom Lockdown zu ›befreien‹. Das war nicht hilfreich.«

Ein Seitenhieb auf den Ex-Präsidenten – den auch der jetzige Amtsinhaber deutlich ansprach:

Joe Biden, US-Präsident
»Während wir der Toten gedenken, bitte ich euch, weiterhin wachsam zu bleiben: Haltet euch an die Abstandsregeln, tragt Masken, lasst euch impfen, wenn ihr an der Reihe seid. Wir müssen die Politik der Fehlinformation beenden, die Familien, Gemeinschaften und das Land gespalten hat. Das hat schon zu viele Leben gekostet. Es sind nicht Demokraten oder Republikaner, die an diesem Virus sterben – es sind unsere…