In der deutschen Exportwirtschaft macht sich zunehmender Optimismus breit. Die Stimmung unter den Unternehmen hat sich im Februar merklich verbessert, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag meldete. Nach der neuerlichen Lockdown-Delle Ende 2020 ist der Ifo-Index der Exporterwartungen von 7,5 auf 10,7 Punkte gestiegen – so gut wie seit fast zweieinhalb Jahren nicht mehr. Auslöser sind demnach die gut laufende Konjunktur in China und die anziehende Produktion in den USA.

»Die gut laufende Konjunktur in China und die anziehende Produktion in den USA helfen den deutschen Exporteuren«, erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die beiden weltgrößten Volkswirtschaften sind die wichtigsten Abnehmer von Waren »Made in Germany«.

Chemie und Maschinenbau im Aufwind

Auch die Autohersteller hätten ihr dreimonatiges Zwischentief überwinden können, schreiben die Ifo-Wissenschaftler. Chemische Industrie und Maschinenbau erwarten demnach einen deutlichen Anstieg der Ausfuhren. Für die Möbel– und die Bekleidungsindustrie hingegen bleibt der Auslandsmarkt schwierig: Hier gehen die Unternehmen davon aus, dass die Umsätze deutlich zurückgehen werden.

Der Index beruht auf der monatlichen Befragung von 2300 Industrieunternehmen. Die Unternehmen sind laut Ifo-Index mittlerweile sehr viel optimistischer als zu Jahresbeginn 2020, bevor der Covid-Erreger sich weltweit verbreitete.

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