Sehen Sie im Video: Deutschlands erstes Superspreader-Event – Landrat von Heinsberg erinnert an „schwere Stunde“.

Gangelt im Kreis Heinsberg. Dieser kleine Ort im Westen Deutschlands hat vor einem Jahr Geschichte geschrieben. Eine Geschichte, die sich eingebrannt hat in die Erinnerungen, wie sich Stephan Pusch, Landrat im Kreis Heinsberg erinnert. Aber erst seine Worte von Anfang März 2020, also vor einem Jahr, in Heinsberg: „Ich habe Ihnen die traurige Mitteilung zu machen, dass heute um 14 Uhr eine männliche Person, 78 Jahre alt, aus Gangelt verstorben ist. Ich denke, unser aller Mitgefühl gehört den Angehörigen.“ (Blende) „Ja, schwere Stunde, schwere Stunde hier im Kreis Heinsberg. Das war auch für mich selber ein sehr harter Moment, muss ich sagen. Aber man hat ja vorher schwere Verläufe gesehen. Dass tatsächlich, dass jetzt auch Menschen daran sterben, hier in Deutschland, hier im Kreis Heinsberg, war eine Sache, die mich da, das kann man mir, glaub ich, auch anmerken, da schon sehr mitgenommen hat. Das Erschreckende ist eigentlich, finde ich, dass wir jetzt, ein Jahr später, erstens immer noch über Corona reden. Ich glaube, keiner hat sich von uns vorstellen können, dass eine Krise so lange andauern kann. Also, dass die beste Katastrophe muss doch irgendwo nach ein paar Monaten vorbei sein. Das ist doch unsere menschliche Denke.“ Hintergrund war eine Karnevalsveranstaltung, die sich dann als erstes Superspreader-Event der Corona-Pandemie herausstellte. Eine infizierte Person sorgte dafür, dass danach Dutzende weitere positiv getestet wurden. Und Tausende mussten in Quarantäne. Der erste örtliche Lockdown wurde ausgerufen. Der Virologe Hendrik Streeck führte im Anschluss Untersuchungen in dem Ort durch, die wichtige Ergebnisse für die Wissenschaft und Politik lieferten. „Es war eine ganze Reihe an verschiedenen Studien, die wir gemacht haben. Anfangs sind wir von Haushalt zu Haushalt gegangen, haben als erstes den Geruchs- und Geschmacksverlust z.B….