Unter guten Freunden hilft man sich aus. Nun sei es dahingestellt, ob Donald Trump und der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un tatsächlich freundschaftlich verbunden sind. Das Angebot, das der damalige US-Präsident im Februar 2019 machte, klang jedenfalls recht großherzig: Kim könne sich von Trump doch einfach mit der Air Force One nach Hause fliegen lassen.

Über diese kuriose Randgeschichte hatte die britische BBC berichtet, der US-Sender CNN hat sie sich nun von einer an der Reise beteiligten Person bestätigen lassen. Vorhergegangen war der Atom-Gipfel im vietnamesischen Hanoi. Dieser Termin war von Trump eigentlich als außenpolitischer Erfolg geplant gewesen. Bei dem Treffen hatte er Kim Zugeständnisse mit Blick auf das nordkoreanische Atomprogramm abringen wollen. Stattdessen verlangte dieser die Aufhebung aller US-Sanktionen, Trump weigerte sich – der Gipfel endete vorzeitig und ohne Ergebnis.

Trotzdem, so die BBC, habe Trump dem Diktator das Reiseangebot gemacht. »Der Präsident wusste, dass Kim über mehrere Tage mit dem Zug nach Hanoi angereist war und sagte: ›Ich kann Dich in zwei Stunden nach Hause bringen, wenn Du willst.‹ Kim hat abgelehnt«, zitiert der britische Sender Matthew Pottinger, der als führender Asien-Experte in Trumps Nationalem Sicherheitsrat gesessen hatte.

Allein die Sicherheitsbedenken wären enorm gewesen

CNN wiederum beruft sich auf einen namentlich nicht genannten Offiziellen, der in Hanoi dabei war. Demnach habe Trump vorher nicht bei seinem Stab nachgefragt, ob ein solches Angebot eventuell Probleme machen könnte. »Er hat es einfach für seinen Freund gemacht«, so der Offizielle zu CNN.

Hätte Kim das Angebot tatsächlich angenommen, wären allein die sicherheitstechnischen Probleme immens gewesen – von den diplomatischen Verstrickungen ganz zu schweigen. Ohnehin war Trump für seinen Kuschelkurs gegenüber dem Diktator, dem schwersten Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, hart kritisiert worden.

Mehrere Treffen…