Bayerns Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler (CSU) steht wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen die Corona-Maßnahmen erneut in der Kritik. Wie unter anderem der »Donaukurier« berichtet, soll Sibler bereits in der vergangenen Woche anlässlich seines 50. Geburtstags zu viele Gäste in seinem Garten empfangen haben.

Ein Foto zeigt demnach, wie Sibler mit vier weiteren Männern – darunter der Bürgermeister, der städtische Geschäftsleiter sowie zwei lokale Vereinsvertreter – auf seinem Grundstück in der Stadt Plattling steht und ein Geschenk in den Händen hält. Die Männer befinden sich dabei im Freien und halten deutlich Abstand voneinander. Nach derzeitigen Bestimmungen sind private Treffen eines Haushalts mit maximal einer weiteren Person erlaubt.

Sibler macht nun laut Bayerischem Rundfunk (BR) den dienstlichen Charakter der Zusammenkunft geltend. Es habe sich um »die offizielle Gratulation der Stadt Plattling« gehandelt, zitiert der Sender den Politiker. »Eine Feier gab es selbstverständlich nicht!« Er bedauere es, sollte ein anderer Eindruck entstanden sein, teilte Sibler demnach mit.

»Bei diesem wenige Minuten dauernden Treffen an der frischen Luft wurden selbstverständlich die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten«, wird Sibler vom »Donaukurier« zitiert. Laut der Zeitung könnte dem Politiker ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro drohen.

Sibler bereits zum zweiten Mal in der Kritik

Ursprünglich war laut BR nur ein Treffen mit Plattlings Bürgermeister Hans Schmalhofer (CSU) und dem städtischen Verwaltungschef geplant. Die Vereinsvertreter seien unerwartet hinzugekommen.

Laut BR war Sibler bereits im Dezember mit einem Verstoß gegen die Corona-Regeln aufgefallen. Gemeinsam mit Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) und drei Abgeordneten hatte der Politiker im Münchener Landtag an einem Tisch zu Mittag gegessen. Später spendeten Sibler und Schreyer jeweils 250 Euro für wohltätige Zwecke. Der Landtag sieht ein Bußgeld in der Höhe erst…