Während die Inzidenzwerte in Deutschland leicht sinken, hat der Berliner Senat schon einmal eine Öffnungsstrategie erstellt. Laut dem Stufenplan sollen Öffnungen schrittweise in vier Clustern erfolgen, sobald der Inzidenzwert innerhalb einer Woche unter 50 sinkt. Das Papier liegt dem SPIEGEL vor. Zunächst hatte der Berliner »Tagesspiegel« darüber berichtet.

Der Stufenplan sieht Öffnungen nach vier Clustern vor:

Cluster 0: Ein Inzidenzwert unter 50 innerhalb von sieben Tagen

Cluster 1: Ein Inzidenzwert unter 35 innerhalb von sieben Tagen

Cluster 2: Der Inzidenzwert bleibt 14 Tage lang stabil oder sinkt

Cluster 3: Der Inzidenzwert bleibt weitere 14 Tage stabil oder sinkt

Die Cluster werden alle mit »dynamischen Faktoren« verbunden. Damit gemeint sind etwa die Kapazitäten der Intensivbetten, der R-Wert, eine Veränderung der Inzidenz und perspektivisch auch die Impfquote. Die Öffnungen sollen langsam erfolgen, um einen Jo-Jo-Effekt zu vermeiden. Das Tragen von Masken und die Einhaltung von Abstandsregeln sollen durchgehend eingehalten werden, Schnell- und Selbsttests sollen ebenfalls zum Einsatz kommen.

Im Cluster 0 gibt es kaum Öffnungen: Lediglich Sport im Freien soll für Gruppen bis zu zehn Personen möglich sein.

Ab dem Cluster 1 ist Tennisspielen in der Halle möglich. Dann dürfen auch Bibliotheken und Museen öffnen. Außerdem sind Öffnungen im Einzelhandel geplant: Zunächst mit Zugangsbegrenzungen die bei sinkendem Inzidenzwert wegfallen können. Die Gastronomie darf dann Außenbereiche öffnen aber nur für maximal fünf Personen aus zwei Haushalten, an Imbissen darf vor Ort verzehrt werden. Auch Kontaktbeschränkungen werden in diesem Cluster auf maximal fünf Personen aus zwei Haushalten gelockert. Veranstaltungen können mit maximal 250 Personen im Freien stattfinden.

14 Tage später bei einer stabilen Inzidenz in Cluster 2 dürfen auch Theater, Konzerthäuser und Kinos öffnen. Dann sollen auch touristische Übernachtungen möglich sein und Veranstaltungen…