Bund und Länder wollen Mitte kommender Woche über ein gemeinsames Öffnungskonzept entscheiden, das den Bürgern Erleichterungen bringen soll. Bis dahin droht allerdings der Wildwuchs bei den Corona-Maßnahmen Blüten zu treiben. Während einige Politiker einen konkreten Stufenplan zum Ausstieg aus den Corona-Maßnahmen fordern und mit entsprechenden Ideen vorpreschen, verschärft Hamburg schon wieder seine Maskenpflicht.

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen und dem vermehrten Auftreten von Virus-Mutanten müsse davon ausgegangen werden, dass ab dem Wochenende an allen Orten der Stadt Hamburg Masken getragen werden müssen, an denen Abstände nicht eingehalten werden können, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer. Das habe der Senat beschlossen. Dies gelte insbesondere für stark besuchte Orte wie Stadtpark, Jungfernstieg oder Landungsbrücken. Lockerungen – wie eine vielfach geforderte vorzeitige Öffnung der Blumenläden und Gartencenter – habe der rot-grüne Senat nicht beschlossen. „Das können wir nicht verantworten.“ Schweitzer kündigte auch Schwerpunktkontrollen der Polizei an.

Ohne Mund-Nasen-Schutz geht in der Öffentlichkeit fast nichts mehr

Anders sieht es in Bayern aus. Der Freistaat erlaubt ab Anfang März wieder körpernahe Dienstleistungen. Für die Anbieter von Fußpflege, Maniküre oder Gesichtspflege gälten ab dann die gleichen Regelungen wie für Friseure, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU). Im Handel dürfen Gartenmärkte, Blumenläden, Gärtnereien, Baumschulen und Baumärkte wieder Kunden empfangen. Zudem dürfen Musikschulen wieder Einzelunterricht anbieten in den Regionen, in denen die Inzidenz unter 100 liege.

Zugleich räumte Herrmann ein, dass sich die Corona-Mutanten immer weiter ausbreiten. In der siebten Kalenderwoche seien bei 151 von 365 untersuchten Corona-Proben Veränderungen auf dem Spike-Protein festgestellt worden. Das entspreche einem Anteil von 41,4 Prozent. „Nüchtern gesprochen haben wir es mit einer zweiten…