Die Hinweise auf einen neuen, traurigen Meilenstein in dieser Pandemie finden sich an vielen Orten (nicht nur) in den USA. Seit Montag wehen die amerikanischen Flaggen als Zeichen der Trauer für fünf Tage an öffentlichen Gebäuden, Militärstützpunkten und US-Auslandsvertretungen auf halbmast. Und nun hat auch der neue Mann im Weißen Haus den inzwischen mehr als 500.000 Todesopfern durch Covid-19 in den Vereinigten Staaten gedacht.

US-Präsident Joe Biden warnte angesichts der hohen Zahl vor einem Abstumpfen der Gesellschaft. »Auch wenn wir so lange gegen diese Pandemie gekämpft haben, müssen wir uns dagegen wehren, taub gegen das Leid zu werden«, sagte Biden in einer Ansprache im Weißen Haus am Montagabend (Ortszeit). Dabei säumten 500 Kerzen die Stufen der US-Machtzentrale.

»Heute markieren wir einen wirklich düsteren, erschütternden Meilenstein – 500.071 Tote. Das sind mehr Amerikaner, die in einem Jahr an dieser Pandemie gestorben sind, als im Ersten Weltkrieg, im Zweiten Weltkrieg und im Vietnamkrieg zusammen«, erklärte er.

Biden rief die Amerikaner dazu auf, weiterhin Masken zu tragen, sich an die Abstandsregeln zu halten und sich impfen lassen, wenn sie an der Reihe sind. »Wir müssen die Politik der Fehlinformation beenden, die Familien, Gemeinschaften und das Land gespalten hat. Das hat schon zu viele Leben gekostet«, sagte er mit Blick auf die Amtszeit seines Vorgängers Donald Trump.

Die USA verzeichnen mit 19 Prozent der weltweiten Coronavirus-Todesfälle eine überproportionale Zahl an Toten, da das Land nur vier Prozent der Weltbevölkerung ausmacht. Die erste Infektion in den USA wurde am 21. Januar 2020 bestätigt. Die ersten Toten im Zusammenhang mit einer Erkrankung gab es nach derzeitigen Erkenntnissen vor nahezu genau einem Jahr im Februar 2020 zu beklagen.

Bis Mai waren es bereits 100.000 Tote. Bis September verdoppelte sich die Zahl. Im Dezember wurde die Schwelle von 300.000 erreicht. 46 Prozent aller Corona-Todesfälle…