Sehen Sie im Video: Hektoliter in den Abfluss – diese Bilder schmerzen jeden Bier-Liebhaber.

Diese Bilder tun nicht nur Bier-Liebhabern weh, sondern natürlich besonders denen, die vom Bier leben müssen. So wie hier in der Ayinger Privatbrauerei, etwa 25 Kilometer von München entfernt, wird das Bier in vielen deutschen Brauereien derzeit in den Abfluss geschüttet. Bier ist ein verderbliches Lebensmittel. Und nach dem Lockdown der vergangenen Monate ist die Grenze der Haltbarkeit erreicht. Kneipen und Restaurants sind geschlossen, die Nachfrage nach Fassbieren ist eingebrochen. Nach einer Umfrage des Deutschen Brauer-Bundes verzeichneten Brauereien 2020 ein durchschnittliches Umsatzminus von 23 Prozent. Franz Inselkammer ist Geschäftsführer der Ayinger Privatbrauerei: „Wir lieben, was wir tun, wir sind sehr stolz auf das, was wir tun. Und das bedeutet, möglichst gutes Bier zu brauen. Und das vernichten zu müssen, ist etwas, was uns in der Seele wehtut.“ „Von Woche zu Woche geraten immer mehr Brauereien, Brauereigaststätten und Fachgroßhändler unverschuldet in existenzielle Not und sind von Insolvenz bedroht“, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Offenen Brief, den mehr als 300 Brauereien unterzeichnet haben. Der Flaschenbierabsatz im Handel könne die massiven Umsatzverluste im Gastgewerbe und die Einbußen beim Export nicht annähernd auffangen. Während für die Gastronomie Hilfsmaßnahmen entwickelt wurden, seien die 1500 deutschen Brauereien bis auf wenige Ausnahmen leer ausgegangen. Schnelle Hilfe sei nötig, sagt Inselkammer: „Unsere Wünsche wären, dass wir bei der Fixkostenerstattung für verderbliche Lebensmittel nicht vergessen werden, dass unsere Wirte da nicht vergessen werden, sondern auch diese eine Erstattung dafür bekommen. Eine große Hilfe für uns wäre auch, wenn die Brauereigasthöfe bei den November-/Dezemberhilfen als Gastronomie-Betrieb anerkannt werden und nicht schlechter gestellt werden.“ Vier Monate lang waren 2020 Gaststätten,…