Die Bundesregierung will am Mittwoch eine Verlängerung des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan beschließen. Dieser soll bis zum 31. Januar kommenden Jahres verlängert werden. Inhaltliche Veränderungen am Mandat sind nicht vorgesehen, die Obergrenze der beteiligten Soldatinnen und Soldaten liegt damit weiterhin bei 1300. Sie sind Teil der Nato-Ausbildungsmission »Resolute Support«. Das Afghanistan-Mandat der Bundeswehr läuft aktuell noch bis Ende März.

Die Verlängerung erfordert noch die Zustimmung des Bundestages. Das Parlament soll voraussichtlich in der letzten März-Woche darüber entscheiden. Die Bundeswehr ist im Norden von Afghanistan für eines von fünf Nato-Gebieten zuständig. Derzeit sind etwa 1100 Bundeswehrsoldaten vor Ort. Die Bundeswehr stellt momentan das zweitgrößte Kontingent nach der US-Armee, die nach einer deutlichen Truppenreduzierung unter dem früheren Präsidenten Donald Trump noch 2500 Soldaten im Land hat.

Angesichts der Unklarheit, wie und ob die Nato ihren Einsatz am Hindukusch fortsetzt, wird eine zeitliche Kompromisslösung mit Blick auf die Bundestagswahl im September gewählt. So soll einerseits die für eine Regierungsbildung nötige Zeit berücksichtigt werden. Andererseits soll zügig nach der Wahl eine neue Entscheidung über den Bundeswehreinsatz möglich sein.

Icon: Der Spiegel