Afghanistan
Blutiger Herbst in Afghanistan trotz Friedensgesprächen

Afghanisches Sicherheitspersonal inspiziert den Ort eines mutmaßlichen Bombenanschlags in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Foto: Rahmat Gul/AP/dpa

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2020 ist die Zahl der zivilen Opfer im Afghanistankrieg insgesamt zurückgegangen. Trotzdem schwindet die Hoffnung auf Frieden im Land. Die UN-Mission in Afghanistan registriert einen brutalen Herbst.

Trotz der Aufnahme von Friedensgesprächen ist der Afghanistankonflikt im Herbst 2020 eskaliert.

Seit Beginn ihrer Aufzeichnungen registrierte die UN-Mission (Unama) keinen blutigeren November für Zivilisten im Land als jenen des Jahres 2020, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht hervorgeht.

«2020 hätte das Jahr des Friedens in Afghanistan werden können. Stattdessen starben Tausende afghanische Zivilisten durch den Konflikt», sagte Deborah Lyons, Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für Afghanistan.

Insgesamt sei die Zahl ziviler Opfer 2020 im Vorjahresvergleich zurückgegangen. Unama registrierte im vergangenen Jahr…