Viele Menschen in Israel haben sich bereits impfen lassen. Inzwischen aber lässt die Nachfrage zunehmend nach. Die Verantwortlichen suchen deshalb nach neuen Wegen, um die Zögernden noch zu erreichen – mit kostenlosen Mahlzeiten oder Musikveranstaltungen, an deren Rand Impfkabinen stehen.

Das Redaktionsnetzwerk Deutschland zitiert nun einen Bericht des Journalisten Arieh Kovler, wonach Impfgelegenheiten quasi im Vorbeigehen geschaffen werden sollen. Den Anfang macht demnach das schwedische Möbelhaus Ikea, das seinen Kunden Dosen von Biontech/Pfizer oder AstraZeneca anbietet. Sie könnten sich in den israelischen Ikea-Filialen bis Dienstag zwischen 10 und 17 Uhr die entsprechende Spritze geben lassen. Seit Sonntag sind die Häuser der Möbelkette wieder geöffnet.

Israel gilt weltweit als Vorbild bei der Impfkampagne. Etwa ein Viertel der Bevölkerung ist bereits geimpft. Damit diese Quote steigt, setzt die Regierung auch auf den sogenannten Grünen Pass. Damit dürfen Geimpfte wieder Fitnessstudios, Hotels, Theater oder Sportereignisse besuchen. Ziel ist es, die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Insgesamt wurden in Israel seit dem 19. Dezember rund 4,3 Millionen Erst- und fast drei Millionen Zweitimpfungen verabreicht. Zum Vergleich: Deutschland hat etwa neunmal so viele Einwohner wie Israel. Dort erhielten bislang knapp 3,2 Millionen Menschen eine erste und knapp 1,7 Millionen auch eine zweite Impfung.

Icon: Der Spiegel