Corona
Impfaffäre: Durchsuchung bei Halles Oberbürgermeister

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos). Foto: Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa

© dpa-infocom GmbH

Die Impfaffäre um Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand beschäftigt nun auch die Staatsanwaltschaft. Der Verdacht der Unterschlagung steht im Raum. Die Polizei ist bereits angerückt.

Wegen der vorgezogenen Corona-Impfung von Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Die Polizei durchsuchte am Montag mehrere Diensträume der Stadtverwaltung.

Gegenstand seien die Ermittlungen in einem Verfahren gegen Wiegand wegen des Verdachts der «veruntreuenden Unterschlagung» des Corona-Impfstoffs, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Er sei verdächtig, «unter Missachtung der in der Corona-Virus-Impfverordnung des Bundesministers für Gesundheit geregelten Impfreihenfolge» dafür gesorgt zu haben, dass er selbst und andere noch nicht berechtigte Personen geimpft wurden. Sowohl durch Presseberichte als auch Erklärungen Wiegands zum Sachverhalt sehe die Staatsanwaltschaft einen Anfangsverdacht erfüllt.