In der Affäre um vorzeitige Corona-Impfungen hat die Staatsanwaltschaft in Halle an der Saale die Diensträume des parteilosen Oberbürgermeisters Bernd Wiegand (Artikelbild) durchsuchen lassen. Wiegand sei verdächtig, dafür gesorgt zu haben, dass er und andere unter Missachtung der Impfreihenfolge bereits geimpft wurden, teilten die Ermittler mit. Es liege womöglich der Straftatbestand der veruntreuenden Unterschlagung vor.

Wiegand hatte eingeräumt, bereits eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten zu haben, obwohl er noch nicht an der Reihe war. Auch mehrere Stadträte in Halle wurden bereits geimpft. Die vorzeitigen Impfungen begründete der Oberbürgermeister damit, dass übrig gebliebene Impfdosen vor dem Wegwerfen bewahrt werden sollten.

Die Staatsanwaltschaft erklärte hingegen, auch Impfreste dürften nur in der bundesweit rechtlich festgelegten Reihenfolge verimpft werden. Dies betreffe zunächst Bevölkerungsgruppen mit dem Risiko für besonders schwere oder gar tödliche Verläufe einer Coronavirus-Infektion.

Johnson will Corona-Lockerungen verkünden

Der britische Premierminister Boris Johnson will an diesem Montag einen Plan für das Ende des wochenlangen Corona-Lockdowns in England vorstellen. Johnson hat bereits einen „vorsichtigen, aber unwiderrufbaren“ Ausstieg angekündigt. Bekannt ist, dass Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen vom 8. März an wieder Besuche eines ausgewählten Verwandten oder Freundes empfangen dürfen. Erwartet wird, dass zum selben Termin die Schulen öffnen sollen. Zudem könnten zunächst Treffen zweier Haushalte im Freien sowie Outdoor-Aktivitäten wie Golf oder Tennis möglich sein.

Premier Boris Johnson begutachtet ein Impffläschen von AstraZeneca

„Unsere Priorität ist es immer gewesen, Kinder zurück in die Schule zu bringen, da dies entscheidend für ihre Bildung und ihre mentale und körperliche Gesundheit ist“, sagte Johnson. Für Einzelhandel und Gastronomie dürfte es noch länger dauern, bis sie wieder öffnen…