Bundesbank
Immer mehr Kreditinstitute verlangen Negativzinsen

Immer mehr Kreditinstitute führen Strafzinsen für Sparer ein. Foto: picture alliance / Daniel Karmann/dpa

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In der Krise halten viele Menschen ihr Geld zusammen. Doch das zahlt sich nicht unbedingt aus. Immer mehr Kreditinstitute belasten Privatkunden mit Negativzinsen.

Eine wachsende Zahl von Kreditinstituten gibt die Strafzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) an Kunden weiter. Unternehmen sind seit geraumer Zeit von Minuszinsen auf Sichteinlagen wie Giro- und Tagesgeldkonten und auf Termineinlagen wie Festgeld betroffen.

«Der Anteil der Banken in Deutschland, die ihre Kundeneinlagen im Durchschnitt negativ verzinsen, nahm 2020 weiter zu», heißt es im Monatsbericht der Deutschen Bundesbank.

Auch bei Sichteinlagen von Privatkunden sei «ein bisher ungebrochener Aufwärtstrend erkennbar», schreibt die Bundesbank. Negativzinsen auf Termineinlagen seien hier bislang die Ausnahme.

Nur rund 1 Prozent der Institute aus einer Stichprobe von 212 Geldhäusern meldeten im Dezember 2020 demnach im Schnitt negative…