In England gilt seit 5. Januar der bereits dritte Lockdown mit weitreichenden Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. Großbritannien ist eines der am schwersten von der Pandemie getroffenen Länder Europas. Doch nun deutet sich zumindest für den größten Landesteil England eine absehbare Entspannung der Lage an. Premierminister Boris Johnson will am Montag einen Plan für das Ende des dortigen Corona-Lockdowns vorstellen.

Er hat im Vorfeld einen »vorsichtigen, aber unwiderruflichen« Ausstieg angekündigt. Nun veröffentlicht der britische »Guardian« Details aus dem Papier.

Das erste zentrale Datum ist der 8. März:

Dann sollen alle Schulen in England wieder öffnen, trotz teils erheblicher Bedenken der Lehrer-Gewerkschaften. Die Phase bis zum Beginn der nächsten Schulferien am 29. März soll dann genau beobachtet werden.

Ab dem 29. März gilt dann:

Ab April könnten in einer zweiten Phase dann auch Geschäfte abseits des unmittelbaren täglichen Bedarfs aufmachen. Dazu müsste laut dem »Guardian« aber zunächst die Entwicklungen in Phase eins ausgewertet werden. Auch Restaurants und Bars könnten dann ihre Gäste wieder bewirten – wenn auch nur im Freien.

Für Mai sei dann, einen positiven Verlauf vorausgesetzt, die Wiederaufnahme von Sport- und Musikveranstaltungen denkbar. Gleiches gilt für den Besuch der Innenräume von Bars und Speiselokalen.

Keinen Zeitplan enthält das Papier für die Abkehr vom Homeoffice und die Wiederaufnahme von internationalem Reiseverkehr.

Da Gesundheit Aufgabe der Regionalregierungen ist, kann Johnson nur für den größten Landesteil England entscheiden. Schottland, Wales und Nordirland legen ihre Corona-Maßnahmen eigenständig fest. Es wird aber erwartet, dass diese Landesteile demnächst ähnliche Schritte ankündigen.

Der jüngste Lockdown war eine Reaktion auf einen dramatischen Anstieg der Infektionszahlen, der auf die Ausbreitung einer ansteckenderen Coronavirus-Variante zurückgeführt wurde. Seitdem ging die Zahl der Neuinfektionen…