Jüngste Untersuchungen zur Wirkung von Impfstoffen nähren in Deutschland trotz wieder steigender Infektionszahlen neue Hoffnungen. In israelischen Studien konnte nach vorläufigen Untersuchungen zusammen mit dem deutschen Vakzin-Hersteller BioNTech und seines US-Partners Pfizer nachgewiesen werden, dass schwere Krankheitsverläufe zu rund 99 Prozent ausgeschlossen sind, wie das israelische Gesundheitsministerium bestätigte.

Studie: BioNTech-Impfstoff stoppt Virusübertragung zu fast 90 Prozent

Aber es kommt noch eine andere Nachricht aus Israel: Aus einer noch unveröffentlichten Beoabachtungsstudie der Hersteller und des israelischen Ministeriums geht hervor, dass der Corona-Impfstoff möglicherweise zu fast 90 Prozent die Übertragung des Virus auf andere Personen verhindern könnte. Bislang ist  unklar, ob eine Corona-Impfung nur die Geimpften selbst schützt oder auch die Menschen in der Umgebung.

Die Untersuchung in Israel basiert laut Medienberichten auf Daten von mehr als 1,7 Millionen Geimpften und soll in Kürze als schneller sogenannter Preprint und in einem Fachmagazin veröffentlicht werden. 

In Tel Aviv bekommt ein Mann das Vakzin von BioNTech verabreicht

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte der „Bild“-Zeitung: „Diese Auswertungen sind von großer Bedeutung“. Damit würde die Impfung eine Herdenimmunität tatsächlich ermöglichen und die Rückkehr zu einem normalen Leben möglich machen.

Fast die Hälfte der 9,3 Millionen Israelis hat bereits eine erste Dosis Impfstoff erhalten, ein Drittel ist bereits zweimal geimpft. Das Land ist damit weltweit führend und eignet sich besonders gut für Massenbeobachtungen. Regierungschef Benjamin Netanjahu erwartet, dass in zwei Wochen 95 Prozent der Bürger ab dem Alter von 50 Jahren geimpft sein werden. Vor diesem Hintergrund sind Schulen und viele Läden von diesem Sonntag an wieder geöffnet.

Abstand halten ist schwierig: Das schöne Wetter lockt in Frankfurt viele Menschen ans Mainufer