Regierungsberater
«Wirtschaftsweiser» sieht große Risiken für Konjunktur

Lars Feld ist Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Bundesregierung. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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Eine mögliche dritte Corona-Welle könnte den Aufschwung in Deutschland ausbremsen. Das hat Auswirkungen auch auf eine neue Prognose der «Wirtschaftsweisen».

Der Vorsitzende der «Wirtschaftsweisen», Lars Feld, sieht große Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung und hat Erwartungen von Firmen an Öffnungspläne gedämpft.

Feld sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Man kann alle möglichen Pläne aufstellen. Aber wenn eine dritte Welle kommt, werden diese hinfällig sein.» Die Virusvarianten seien eine allgemeine Unsicherheit, die auch ökonomisch durchschlage.

Feld kündigte an, dass der Sachverständigenrat seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr nach unten korrigieren wird. In der im November vorgelegten Prognose gehen die «Wirtschaftsweisen» von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,7 Prozent im Jahr 2021 aus. Im März wird der Rat seine aktualisierte Konjunkturprognose veröffentlichen.