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«Keine romantischen Gefühle»: Die Grünen als Lieblingsgegner

Die Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck beim digitalen Politischen Aschermittwoch ihrer Partei. Foto: Kay Nietfeld/dpa

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Verbotspartei? Türöffner für eine Bundesregierung mit der Linken? Regierungshörig? Die Grünen bekommen zu Beginn des Superwahljahres besonders ihr Fett weg.

Im Wahljahr 2021 scheinen die Grünen für andere Parteien so etwas wie der Lieblingsgegner zu sein.

«Ich habe keine romantischen Gefühle gegenüber den Grünen», verkündete Alexander Dobrindt kürzlich auf Twitter, obwohl der Chef der CSU-Abgeordneten im Bundestag in dieser Hinsicht ohnehin völlig unverdächtig ist. Und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz meint im «Mannheimer Morgen» (Samstag): «Sie bleiben eine Partei, die gerne mit Verboten hantiert, statt technologische Lösungen zu finden.» Die Grünen ihrerseits registrieren die Angriffslust mit Befriedigung: «Die Attacken der anderen Parteien zeigen vor allem, dass wir im Zentrum des Wahlkampfs stehen», sagt Wahlkampfmanager Michael Kellner dazu.

Die Attacken haben ihren Grund. Die Grünen liegen in den Umfragen seit einer Weile bei ungefähr 20 Prozent,…