Kirche
Missbrauchsgutachten: Kardinal Woelki gibt Fehler zu

Kardinal Rainer Maria Woelki steht bei der Aufarbeitung des Missbrauchs im Erzbistum Köln unter Druck. Foto: Marcel Kusch/dpa

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Die Zahlen sind erschreckend: In einem noch unveröffentlichten Gutachten für das Erzbistum Köln ist von Hunderten Missbrauchsopfern und Beschuldigten die Rede. Kardinal Woelki steht unter Druck.

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat Fehler bei der Aufarbeitung von Missbrauchsvergehen und in seiner Krisenkommunikation eingeräumt. «Da habe ich auch Schuld auf mich geladen», gestand der Erzbischof in einer am Samstag veröffentlichten Videobotschaft ein.

«Das tut mir von Herzen leid.» Gleichzeitig versicherte er: «Es ging und es geht mir um konsequente Aufarbeitung.» Das noch unveröffentlichte neue Missbrauchsgutachten für das Erzbistum Köln führt Hunderte Opfer und Beschuldigte auf. Es seien mehr als 300 Verdachtsmeldungen, über 300 Opfer und mehr als 200 Beschuldigte, berichtete das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel».

Der von der Kirche beauftragte Strafrechtler Professor Björn Gercke bestätigte diese Zahlen. «Die Zahlen sind bekannt, da wir sie bereits in der Vergangenheit zu…