Gaspipeline
Nord Stream 2: Antrag auf Sofort-Vollzug der Baugenehmigung

Ein Mitarbeiter im Hafen von Mukran auf Rügen prüft tonnenschwere Rohre für die zukünftige Ostsee-Erdgastrasse. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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Im Streit um den Weiterbau der Gaspipeline durch die Ostsee drückt der Betreiber aufs Tempo. Ein neuer Antrag richtet sich gegen Widerstände von Naturschützern.

Der Betreiber der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2 hat beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) einen Antrag auf sofortigen Vollzug der Baugenehmigung in deutschen Gewässern gestellt. Das BSH bestätigte am Sonntag den Eingang des Antrags.

Dieser werde nun geprüft. Einen Zeitpunkt für die Entscheidung nannte die BSH-Sprecherin nicht. Zunächst hatte der Sender NDR 1 Radio MV berichtet.

Nord Stream 2 reagierte damit auf den früheren Widerspruch der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu). Diese sind der Ansicht, dass bei der Entscheidung des BSH im Januar, den sofortigen Weiterbau der Pipeline in deutschen Gewässern zu erlauben, Natur- und Klimaschutzargumente unbeachtet geblieben sind.