Das Virus, das die Welt verändert hat wie wenige Krankheitserreger zuvor, wurde zum ersten Mal in der chinesischen Millionenstadt Wuhan identifiziert. Doch der Ursprung und die frühesten Infektionsketten von Sars-CoV-2 sind noch immer nicht genau bekannt.

Nach langwierigen Bemühungen durfte eine Gruppe von Wissenschaftlern im Januar nach China einreisen, um im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Anfänge der Pandemie zu erforschen. 17 internationale Delegierte der WHO und 17 chinesische Wissenschaftler arbeiteten bei dem Projekt zusammen.

Bekamen die Wissenschaftler freien Zugang?

Vor, während und nach der Mission war die Forschungsarbeit von politischen Fragen überschattet: Zeigte sich die WHO-Spitze gegenüber der Regierung in Peking zu nachgiebig? Versuchten die Chinesen, Fehler und Missstände zu Beginn der Krankheitswelle zu verschleiern? Bekamen die Wissenschaftler freien Zugang zu allen verfügbaren Informationen?

Noch ist es zu früh, dies abschließend zu bewerten. Die Arbeiten der Forschungsgruppe sind nicht beendet. Die niederländische Delegierte Marion Koopmans, Leiterin der Abteilung für Virologie an der Erasmus-Universität in Rotterdam, berichtet von ihren Einsichten und Erfahrungen während der China-Reise.