„Die wahren Bedrohungen durch den Klimawandel anzugehen und auf unsere Wissenschaftler zu hören, steht im Zentrum unserer Innen- und Außenpolitik“, erklärte US-Außenminister Antony Blinken. „Klimawandel und Wissenschaftsdiplomatie können in unseren außenpolitischen Diskussionen nie wieder ‚Zusätze‘ sein.“

„Größere Dringlichkeit“

„Die Vereinigten Staaten und jedes Land müssen sich bis 2050 einem Weg in Richtung keiner neuen Emissionen verpflichten“, betonte der neue amerikanische Klima-Sonderbeauftragte John Kerry. Bis zum Jahr 2030 müssten die Ausstöße bereits um die Hälfte gesenkt werden. Die Kohlenutzung müsse fünfmal schneller abgeschafft, erneuerbare Energien sechsmal schneller ausgebaut und der Umstieg auf Elektroautos 22-mal schneller vorangetrieben werden. „Alles muss mit größerer Dringlichkeit getan werden.“

Politisches Schwergewicht: Ex-Außenminister Kerry ist nun für den Klimaschutz zuständig

Präsident Joe Biden hatte die Rückkehr der Vereinigten Staaten zum Pariser Klimaabkommen direkt an seinem ersten Arbeitstag am 20. Januar eingeleitet – an diesem Freitag war eine 30-tägige Frist abgelaufen, die den Wiedereintritt abschloss. Ex-Präsident Donald Trump hatte die USA aus der 2015 geschlossenen Vereinbarung geführt – und sein Land damit international zum Außenseiter in Sachen Klimaschutz gemacht.

Die USA haben weltweit den zweithöchsten Treibhausgas-Ausstoß nach China – bei deutlich weniger Einwohnern. Das Pariser Abkommen sieht vor, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen – möglichst sollen es sogar nur 1,5 Grad sein. Die Ziele sind jedoch nicht bindend, die Umsetzung bleibt jedem Staat selbst überlassen.

wa/mak (dpa, afp)