Power-Workout in Kenias Hauptstadt Nairobi. Überall in der Stadt sprießen solche Fitnessstudios aus dem Boden. Viele sind hier, um gegen ihr Übergewicht anzukämpfen. An Kundschaft fehlt es nicht. Norah war erfolgreich – sie hat 40 Kilo abgenommen.

Norah Mutisa

»Für mich ist Fitness mehr eine Art Therapie. Ich hatte Probleme mit meinem Gewicht und meinem Selbstbewusstsein. Ich habe 120 Kilo gewogen, jetzt sind es nur noch 80. Und viel davon Muskelmasse. Das ist ein großer Unterschied.«

Auch Dan Oloo hat viele Kilo verloren. Inzwischen arbeitet er hier im Fitness-Studio als Zumba-Trainer.

Dan Oloo

»Ich denke, Zumba ist eine wirklich gute Lösung gegen die um sich greifende Fettleibigkeit. Man bewegt sich, ohne zu merken, dass man sich anstrengt – weil es so viel Spaß macht.«

Und Chefcoach Niko gönnt den Teilnehmern keine Pause. Er selbst ist im Slum aufgewachsen – seine Kunden mit den extra Pfunden eher nicht.

Niko Fitti, Fitnesstrainer

»Diese Kids sind reich, die kriegen alles was sie wollen. Also stopfen sie das ganze Junkfood in sich rein. Ihre Eltern können es sich leisten, also essen sie es. Aber wenn man in die Slums schaut, betrifft das nur sehr wenige. Die meisten Kunden, die herkommen mit Übergewicht, kommen aus reichen Familien.«

Und weil es sich immer mehr Einwohner leisten können: Kaum eine Hauptstraße in Nairobi ohne Werbung für Fastfood. Für einige aus der Mittelschicht ist es der tägliche Lunch.

Dickson Amugsi, Forschungszentrum für Bevölerung und Gesundheit Afrikas

»Afrika sitzt auf einer Übergewicht-Zeitbombe. Ich habe selbst 24 afrikanische Länder über eine Zeitspanne von 25 Jahren untersucht. Alle Länder, die wir uns angeschaut haben, haben einen Anstieg an Fettleibigkeit zu verzeichnen.«

Am stärksten sind Frauen zwischen 15 und 49 Jahren betroffen. Und Studien bestätigen: Besserverdiener sind im Schnitt dicker. Doch auch in den Slums breitet sich Übergewicht zunehmend aus. In vielen Ländern Afrikas hat sich der Anteil der adipösen…