F. Behrendt: Der Guru der Gelassenheit
Warum Pink Floyd bei mir auch nach 40 Jahren noch für Gänsehaut sorgt

Pink Floyd in der Bravo von 1981

© privat

Ich lese gerade das neue Buch von Edelfeder Alexander Gorkow „Die Kinder hören Pink Floyd“. Die Geschichte spielt zu einer Zeit, in der auch ich heranwuchs. Mein erstes großes Live-Konzert im Februar 1981 habe ich nie vergessen und es ist für mich noch heute eines der besten aller Zeiten.

Jede Woche fuhr ich auf dem Fahrrad zum Bahnhofskiosk in Otterndorf an der Nordseeküste und holte mir die Bravo. 1,50 Mark kostete sie damals. Unsere Jugendzimmer mussten nie gestrichen oder tapeziert werden, dort klebten die Bilder unser Musik- und Filmheroen. Ein Poster von Pink Floyd hing rechts neben meinem Schreibtisch, ich konnte es von meinem Bett aus sehen.

Eine alte Ausgabe der Bravo mit vielen Infos und Fotos über die legendäre Live-Tournee von Pink Floyd im Jahr 1981 hat meine Mutter mit ein paar anderen Heften aufgehoben, 40 Jahre lagen sie gut verpackt in einem Pappkarton mit der Aufschrift „Frank Jugenderinnerungen“ auf dem Dachboden in meinem blauen Elternhaus. Der Kopf der Band, Roger Waters, war für uns eine Ikone. Seine Lässigkeit, seine Gedanken, sein Protest, seine Texte. Er war das Ticket für den Ausbruch, er war der Vorschlaghammer für die Wände der…