Wer einen Arzttermin braucht, kennt die Frage: »Gesetzlich oder privat?« Nicht nur bei der Terminvergabe sind Privatversicherte oft im Vorteil: die Versicherer locken mit attraktiven Tarifen und Zusatzleistungen.

Doch in der Corona-Pandemie spüren viele Privatversicherte davon wenig:

Viele Krankenhäuser bieten Wahlleistungen, etwa die Unterbringung im Einzelzimmer, wegen der Corona-Pandemie nicht oder nur eingeschränkt an.

Wenn Privatversicherte ihre Kinder betreuen, weil sie nicht arbeiten können, haben sie, anders als gesetzlich Versicherte, keinen Anspruch auf Kinderkrankengeld.

Da die Beiträge für die private Krankenversicherung nicht vom Einkommen abhängig sind, drohen Zahlungsschwierigkeiten, wenn in der Pandemie das Einkommen geringer ausfällt oder sogar ganz wegbricht.

Dabei verspricht die private Krankenversicherung doch eigentlich mehr Leistung fürs Geld. Das macht die PKV gerade für Beamte, Selbstständige und Besserverdiener attraktiv. Anders als bei der gesetzlichen Krankenversicherung hängen die Versicherungskosten nicht vom eigenen Einkommen ab. Wer als Arbeitnehmer mehr als 64.350 Euro pro Jahr verdient, kann sich privat versichern – und fährt damit vor allem in jungen Jahren oft günstiger als bei den Gesetzlichen. Rund 8,7 Millionen Menschen in Deutschland sind derzeit in Deutschland privat versichert.