Mit Tagesanbruch am Freitag an der US-Ostküste vollzogen die Vereinigten Staaten nach Angaben der Uno die Rückkehr in den historisch bedeutsamen Vertrag von 2015: Nach dem Ausstieg unter Ex-Präsident Donald Trump sind die USA nun wieder offiziell Teil des Pariser Klimaabkommens.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hatte den Schritt der USA am Donnerstag als »Schlüsselmoment« auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Klimaschutz bezeichnet. Guterres lobte zudem die Stärkung der US-Klimapolitik unter dem Präsidenten Joe Biden. Die neue Regierung hat einige Schritte der Trump-Regierung zurückgedreht. So stoppte Biden unter anderem neue Öl- und Gasbohrungen auf öffentlichem Grund.

2015 hatte sich die Weltgemeinschaft bei der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Paris darauf geeinigt, den Temperaturanstieg der Erde auf deutlich unter zwei Grad, möglichst 1,5 Grad zu begrenzen. Bisher reichen die Pläne der Staaten für das Einsparen von Treibhausgasen jedoch längst nicht aus, um das zu schaffen.

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Biden hatte die Rückkehr zum Klimaabkommen als eine seiner drängendsten Aufgaben direkt an seinem ersten Arbeitstag am 20. Januar eingeleitet – am Freitag war eine 30-tägige Frist abgelaufen, die den Wiedereintritt abschließt.

USA zweithöchste Emissionen nach China

Die USA waren unter Trump Anfang November offiziell aus dem Uno-Abkommen zur Begrenzung des Klimawandels ausgeschieden. Die Vereinigten Staaten haben weltweit den zweithöchsten Treibhausgas-Ausstoß nach China, bei deutlich weniger Einwohnern.

Biden will Amerika eigenen Aussagen zufolge zu einer führenden Nation beim Kampf gegen die Erderwärmung machen. Dafür machte er mit dem früheren US-Außenminister John Kerry ein politisches Schwergewicht zum Klima-Sonderbeauftragten des Weißen Hauses. Kerry und…