Hohes Infektionsgeschehen
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„Good News aus Ischgl“ hieß es am Donnerstag aus Innsbruck in Österreich. Dort präsentierte die Medizinische Universität eine Langzeitstudie zur Corona-Immunität. Demnach blieben bei 90 Prozent der im April positiv getesteten Menschen Antikörper auch noch bis in den November erhalten. Zudem wurde Ischgl während der zweiten Corona-Welle im Herbst mit anderen Orten in Tirol und Österreich verglichen. Dabei habe sich gezeigt, dass Ischgl weitestgehend verschont wurde, sagte Virologin Dorothee von Laer. „Es sieht ja so aus, als wenn diese Immunitätslage, die irgendwo zwischen 40 und 50 Prozent in Ischgl noch im November war, soweit es im Labor eben messen können, dass die Bevölkerung tatsächlich vor einer Infektion geschützt hat.“ Somit könnten auch Impfungen über einen längeren Zeitraum helfen, so die Wissenschaftler. Wenn sich die Erkenntnisse aus der Studie auf andere Regionen übertragen lasse, könne eine Rückkehr zum Alltag wieder möglich sein. „Also mit ein bisschen Social-Distancing, ein bisschen Sachen, die der Wirtschaft und dem Einzelnen nicht so schaden und einer Durchimpfungsrate von 40, 45 Prozent könnte tatsächlich ein Alltag wieder möglich sein. Wenn dieser Fall Ischgl auch breiter anwendbar ist.“ Nach Angaben der Wissenschaftler deutete die Studie darauf hin, dass die Herdenimmunität früher einsetzt als vielfach angenommen. Die Innsbrucker Studie ist nach Angaben der Universität eine der größten ihrer Art. Teilgenommen haben mehr als 900 Personen.

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