Ted Cruz gilt nicht unbedingt als der beliebteste Vertreter der republikanischen Partei. Sogar aus den eigenen Reihen muss sich der streitbare Senator aus Texas immer wieder Kritik gefallen lassen – von den Demokraten ganz zu schweigen. Da wundert es wenig, dass die Attacken nach dem jüngsten Vorfall rund um den Spitzenpolitiker scharf ausfallen. Wegen eines Urlaubs im mexikanischen Cancún wird Cruz massiv angegangen.

Die Frage der Kritiker: Wie kann einer der höchsten Vertreter eines Bundesstaats einen privaten Kurztrip antreten, während eben jener Bundesstaat im Winterchaos versinkt?

Zuvor waren in den sozialen Medien verschiedene Fotos aufgetaucht, die Cruz und seine Familie erst an einem Flughafen und dann an Bord einer Maschine in die mexikanische Touristenstadt zeigen sollen. In Texas waren derweil zeitweise knapp mehr als 4,4 Millionen Menschen ohne Strom – in etlichen Häusern und Wohnungen fiel somit die zumeist elektrische Heizung aus. Im ganzen Land liegt die Zahl der Todesopfer bei mehr als 20, davon zahlreiche in Texas.

Die Erklärung des Politikers: Er hat es für die Kinder getan

Nun hat sich Cruz zu den Vorwürfen geäußert – mit einer bemerkenswerten Erklärung: US-Medien zitierten aus einer Stellungnahme, in der Cruz seinen Trip als väterliche Pflicht rechtfertigte. Da der Schulunterricht gestrichen sei, hätten seine Töchter einen Trip mit Freunden machen wollen. In seinem Bemühen, »ein guter Vater« zu sein, sei er am Mittwoch mit ihnen weggeflogen und wolle noch im Laufe des Donnerstags nach Texas zurückkehren.

Seine Mitarbeiter und er seien in ständigem Kontakt mit den Behörden, um über die Lage in Texas informiert zu sein. Zum Ziel seines Trips äußerte sich Cruz nicht.

Ob er mit dieser Ausrede durchkommt, ist zumindest zweifelhaft. Denn die Attacken gegen den konservativen Politiker sind deutlich: »Texaner sterben und du bist auf einer Reise nach Cancún«, twitterten die texanischen Demokraten. Sie forderten seinen Rücktritt.

Erst…