Anklage durch US-Justiz
„Nordkoreas Agenten sind zu den größten Bankräubern der Welt geworden“

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un setzt konsequent auf Hacker um die Staatskasse zu füllen

© KCNA / DPA

von Malte Mansholt

19.02.2021, 15:00 Uhr

Das Regime Kim Jong-uns finanziert sich zunehmend durch Raubzüge von Hackern. Die US-Behörden finden in einer aktuellen Anklage klare Worte.

Isoliert von der Welt, durch internationale Sanktionen von den meisten Importen abgeschnitten: Das nordkoreanische Regime hat sich durch Jahrzehnte Menschenrechts-verachtender Politik und nuklearen Bemühungen in eine sehr schwierige Situation manövriert. Herrscher Kim Jong-un setzt daher seit Jahren auf Hacker, um die klamme Staatskasse zu füllen. Die US-Justiz klagt nun drei von ihnen in Abwesenheit an. Und nennt sie „die größten Bankräuber der Welt.“

Die Vorwürfe gegen die drei nordkoreanischen Staatsbürger sind schlicht atemberaubend: Mindestens 190 Millionen Dollar sollen sie bei Raubzügen im Auftrag ihres Heimatlandes erfolgreich erbeutet haben. Insgesamt versuchten sie, mehr als 1,3 Milliarden Dollar zu stehlen, schreiben die…