Lebensmittelentsorgung
Müllbranche: Supermärkte sollten Verdorbenes vorsortieren

Der Mitarbeiter eines Recycling-Unternehmens prüft Speisereste auf Fremdstoffe wie Kunststoffe oder Papier. Foto: Stephanie Pilick/dpa

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Wer übelriechende Orangen oder faule Pilze in die Biotonne schmeißt, der nimmt sie vorher aus ihrem Netz oder der Plastikschale. Supermärkte machen das anders – zum Ärger der Entsorgungswirtschaft.

Die Abfallwirtschaft fordert von Supermärkten und Discountern, ihr nicht mehr haltbares Fleisch sowie ihr verdorbenes Obst und Gemüse vorzusortieren.

Die Bioabfälle sollten in zwei verschiedenen Tonnen zur Abholung bereitgestellt werden, fordert der Chef des Entsorgerverbandes BDE, Peter Kurth. In die eine Tonne sollten alle unverpackten Lebensmittel und in die andere Tonne die Lebensmittel, die in Plastik und anderen Verpackungen aufbewahrt sind.

Bisher steht für die Müllabfuhr laut BDE in der Regel nur eine Tonne bereit – darin liegen zum Beispiel Nackensteaks in Plastikfolie neben verdorbenen Äpfeln, Zitronen und Salatköpfen, die unverpackt sind. Die Entsorger müssen die Verpackungen dann aufwendig von den Bioabfällen trennen, damit die ökologisch verwertbaren…