Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bestätigte, dass der Chef der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Christoph Krupp, die Aufgabe eines Impfstoffbeauftragten der Bundesregierung übernimmt. Angesiedelt werden solle die Funktion beim Wirtschaftsministerium. Demnach soll der neue Beauftragte vor allem verlässlicher Ansprechpartner für Hersteller sein und ihnen dabei helfen, ihre Produktion zu steigern.

Spahn sagte in Berlin, er erwarte in den kommenden Wochen eine deutliche Erhöhung des Tempos bei den Impfungen gegen COVID-19. Inzwischen seien rund fünf Millionen Dosen verimpft. Bis Ende nächster Woche würden zehn Millionen Impfdosen ausgeliefert sein, betonte der CDU-Politiker. Derzeit würden rund 150.000 Menschen pro Tag in Deutschland geimpft. Dies werde man in den nächsten Wochen verdoppeln müssen, um alle verfügbaren Impfdosen verimpfen zu können, sagte Spahn.

Ein Euro Eigenbeteiligung

Bei den Schnelltests, die ab 1. März kostenlos zur Verfügung stehen sollen, könnte es Spahn zufolge in den ersten Tagen zu Engpässen kommen. Es werde auch Warteschlangen geben. Er verwies darauf, dass im Laufe des März auch die Schnelltests zur Selbstanwendung zugelassen werden, die er für eine Eigenbeteiligung von einem Euro abgeben will.

Vor dem Hintergrund der Zurückhaltung vieler Impfberechtigter beim Impfstoff von Astra-Zeneca betonte der Minister, es gebe in der EU „drei sichere und wirksame Impfstoffe, die zugelassen sind“. Ebenfalls zugelassen sind die Vakzine von BioNTech und Moderna. Spahn warnte angesichts des verlangsamten Rückgangs bei den Corona-Neuinfektionen davor, bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie nachlässig zu werden.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt nun bundesweit bei 56,8 – und damit geringfügig niedriger als am Vortag (57,1), wie das Robert Koch-Institut mitteilte. Schon in den Tagen zuvor hatte es keinen deutlichen Rückgang dieser Sieben-Tage-Inzidenz mehr gegeben. Bund und Länder streben ein…