Tauchroboter als Tierschützer. In den kommenden vier Monaten werden diese kleinen unbemannten, batteriebetriebenen Unterwasserfahrzeuge eigenständig das Südpolarmeer erforschen. Sie können Temperatur, Salz- und Chlorophyllgehalt des eiskalten Wassers messen. In regelmäßigen Abständen tauchen sie auf und übertragen die gesammelten Daten an eine britische Forschergruppe.

Povl Abrahamsen, British Antarctic Survey:

»Mein Name ist Povl Abrahamsen. Ich bin Meereskundler beim British Antarctic Survey. Im Moment bin ich auf dem königlichen Forschungsschiff James Cook, etwa 90 Seemeilen südlich von Südgeorgien. Und hinter mir ist der Eisberg A68p.«

Der Eisberg mit der Bezeichnung A68 war vom antarktischen Eisschelf abgebrochen und treibt nun auf Südgeorgien zu. Mit Hilfe der gelben Tauchroboter will die Forschungsgruppe herausfinden, ob die gigantischen Eismassen den Wildtierbestand auf den Inseln gefährden könnten. Südgeorgien liegt 1400 Kilometer vor der argentinischen Küste.

Povl Abrahamsen, British Antarctic Survey:

»Der Eisberg A68 ist in viele Teile zerbrochen und A68p ist der jüngste, der einen Namen hat. Und obwohl er nicht mehr so groß ist, wie er mal war, ist er immer noch etwa 100 Quadratkilometer groß. Wir sind hier, um die Auswirkungen des Eisbergs auf das Ökosystem des Ozeans um Südgeorgien zu untersuchen.«

Die Gewässer um Südgeorgien gelten als einer der artenreichsten Orte der Erde. Wenn die Eisberge dort auf Grund laufen, könnte das für Pinguine und Robben während der Brutzeit zu einer Gefahr werden. Das abschmelzende Süßwasser könnte die Entwicklung von Meeresplankton beeinflussen – und damit ganze Nahrungsketten im empfindlichen Ökosystem Meer.