Die Allianz hat mit einem Endspurt 2020 die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen und will im neuen Jahr an die Ergebnisse vor der Corona-Pandemie anknüpfen. Der operative Gewinn fiel im abgelaufenen Jahr um neun Prozent auf 10,8 Milliarden Euro, wie der Münchner Versicherungsriese am Freitag mitteilte. Analysten hatten der Allianz im Schnitt nur 10,4 Milliarden zugetraut. Die Folgen der Pandemie haben den Versicherer nach eigenen Angaben insgesamt 1,3 Milliarden Euro gekostet. »Bereinigt um die negativen Auswirkungen von Covid-19 lag unser operatives Ergebnis über den Rekordwerten des Vorjahres«, sagte Finanzvorstand Giulio Terzariol.

Die Aktionäre sollen eine stabile Dividende von 9,60 Euro bekommen, obwohl der Nettogewinn nach Anteilen Dritter um 14 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro schrumpfte. Für das laufende Jahr stellt Vorstandschef Oliver Bäte ein operatives Ergebnis von zwölf Milliarden Euro in Aussicht – allerdings mit einer Schwankungsbreite von einer Milliarde nach oben und unten, die doppelt so groß ist wie bei der Allianz üblich.

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