Verkaufsabsage
Thyssenkrupp hält am Stahl fest

Qualm steigt aus dem Thyssenkrupp-Stahlwerk Schwelgern nahe Duisburg in Nordrhein-Westfalen. Foto: Marcel Kusch/dpa

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Thyssenkrupp verkauft doch nicht sein Stahlgeschäft. Stattdessen soll die Sanierung der Traditionssparte aus eigener Kraft vorangetrieben werden.

Thyssenkrupp hat den Abschied vom Stahl abgeblasen – zumindest vorerst. Nach dem Ende der Gespräche über einen Verkauf der Stahlsparte an den Konkurrenten Liberty Steel will der Essener Industriekonzern seinen Traditionskern jetzt im Alleingang sanieren.

Thyssenkrupp und Liberty waren sich nicht über den Kaufpreis für das riesige Stahlwerk in Duisburg und die anderen Standorte einig geworden. Deshalb hatten die Essener die Gespräche am Mittwochabend abgebrochen.

Die IG Metall begrüßte die Verkaufsabsage. «Es ist gut, dass in Sachen Liberty Steel Klarheit herrscht», sagte der NRW-Bezirksleiter der Gewerkschaft, Knut Giesler. Für die noch rund 24.000 Mitarbeiter der Nummer zwei auf dem europäischen Stahlmarkt dürfte das nicht nur eine gute Nachricht sein. Denn Thyssenkrupp-Finanzvorstand Klaus Keysberg forderte in einem Informationsschreiben an die Stahlarbeiter: «Die…