Zu den großen Fragen, mit denen sich der neue US-Präsident Joe Biden beschäftigen muss, gehört die Modernisierung der Atomwaffen. Seine Vorgänger Barack Obama und Donald Trump haben damit begonnen, umfassende Pläne ausarbeiten zu lassen.

Neue Raketen, Bomber, U-Boote und Sprengköpfe sollen danach das bisherige Arsenal ersetzen – alles Projekte, die das Herz von Rüstungsplanern und Waffenherstellern höher schlagen lassen. Die Vorbereitungen sind zum Teil weit gediehen, Produktionsaufträge würden Arbeitsplätze sichern. Wie soll es damit weitergehen?

Ausgaben-Dimension so groß wie Corona-Hilfsprogramm

Auf patriotische Gefühle und wirtschaftliche Interessen muss der Präsident Rücksicht nehmen, auf Amerikas finanzielle Möglichkeiten allerdings auch. Für das volle Programm, das in Trumps Amtszeit deutlich ausgeweitet wurde, kommen in den nächsten drei Jahrzehnten Kosten von weit über einer Billion Dollar auf das Land zu. Damit würden die Ausgaben für Atomwaffen eine ähnliche Dimension erreichen wie das von Biden angekündigte Corona-Hilfsprogramm für das gesamte 331-Millionen-Einwohner-Land.