Umstrittene Gaspipeline
Gabriel: Nord Stream 2 geht USA nichts an

Rohre für die Erdgaspipeline Nord Stream 2 liegen auf einem Lagerplatz im Hafen Mukran auf der Insel Rügen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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Der Widerstand gegen die deutsch-russische Gaspipeline hat zuletzt wieder zugenommen. Die USA versuchen seit Jahren Nord Stream 2 zu verhindern. Nun schaltet sich Ex-Bundesaußenminister Gabriel in den Streit ein.

Kurz vor der mit Spannung erwarteten Rede von US-Präsident Joe Biden auf der virtuellen Münchner Sicherheitskonferenz hat Ex-Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) die Kritik der USA an der deutsch-russischen Ostseepipeline Nord Stream 2 zurückgewiesen. «Vom Gesichtspunkt europäischer Souveränität geht es die USA erst einmal nichts an», sagte der Vorsitzende der Atlantik-Brücke der «Welt» (Donnerstag). «Ich finde, das ist eine europäische Entscheidung – mit allen Chancen und Risiken. Aber es ist keine amerikanische.» Das Projekt entspreche europäischen Regeln und Gesetzen.

Die USA bekämpfen die Pipeline, die einmal jährlich 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Russland nach Deutschland befördern soll, weil sie eine zu starke Abhängigkeit Europas von russischen Energielieferungen verhindern wollen. Befürworter der Gasleitung werfen den Amerikanern dagegen schon…