OLG-Urteil
Auch Amazon muss Herkunft von Obst und Gemüse angeben

Ein Mitarbeiter des Lebensmittellieferdienstes Amazon Fresh steht in einem Depot der Firma. Foto: Monika Skolimowska/dpa

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Jeder Supermarkt vor Ort muss den Verbrauchern sagen, woher das Obst und Gemüse in der Auslage stammt. Geht aber nicht beim Online-Versand, behauptete Amazon vor Gericht. Und zahlt jetzt Lehrgeld.

Das Gesetz gilt für alle – und deshalb muss auch der Online-Händler Amazon seinen Kunden bei der Bestellung von frischem Obst und Gemüse das Herkunftsland angeben, genauso wie der Supermarkt um die Ecke und der Händler auf dem Wochenmarkt.

Das hat das Oberlandesgericht München klargestellt und ein Urteil des Landgerichts München bestätigt.

Die Richter machten kurzen Prozess und verkündeten ihr Urteil schon nach zweistündiger Verhandlung: Berufung abgewiesen! Wie der Senatsvorsitzende Andreas Müller erklärte, müssen Lebensmittelhändler den Verbrauchern das Land angegeben, in dem das Obst und Gemüse geerntet wurde. Diese transparente Produktinformation schreibe eine EU-Verordnung zum Schutz der Verbraucher vor.