»Touchdown confirmed«: Der Mars-Rover »Perseverance« ist auf dem Roten Planeten gelandet, sagte Operationsleiterin Swati Mohan am Donnerstag beim Livestream der US-Weltraumagentur Nasa. In dem Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena brach Jubel aus. Kurz darauf wurde ein erstes von »Perseverance« aufgenommenes, noch recht grobkörniges Schwarz-Weiß-Foto von der Mars-Oberfläche veröffentlicht.

Die Nasa postet das erste Bild ihres Rovers sofort auf Twitter. »Hallo Welt«, lässt die US-Weltraumbehörde ihren Roboter sagen. »Mein erster Blick auf mein neues Für-immer-Zuhause.« Der Gedanke wird wahrscheinlich im Jubel erst einmal verdrängt: Ein Rückflug für »Perseverance« ist nicht vorgesehen. Der Roboter bleibt genau da, wo er gelandet ist – am Jezero-Krater und in seiner näheren Umgebung.

Mit einem Durchmesser von 45 Kilometern befindet sich der Krater auf der Nordhalbkugel des Mars. Wissenschaftler gehen davon aus, dass dort vor rund 3,5 Milliarden Jahren ein Fluss in einen See mündete. Nach Worten von Nasa-Wissenschaftler Ken Farley hatte der Mars damals »eine starke Atmosphäre, er hatte Seen und Flüsse auf seiner Oberfläche und er hatte bewohnbare Lebensräume, in denen Organismen, von denen wir heute auf der Erde wissen, haben gedeihen können.«

Mehrere Jahre lang soll der Rover am früheren Mündungsdelta des Flusses im Jezero-Krater, am früheren Seeufer entlang und zum Schluss am Kraterrand Gesteins- und Bodenproben sammeln, die zur Analyse auf die Erde gebracht werden. Die gesammelten Proben könnten bei einer geplanten gemeinsamen Mission von Nasa und der europäischen Weltraumagentur Esa in den 2030er Jahren zur Erde gebracht werden.

»Perseverance« wird auch dann nicht wieder mitgenommen. Ein wenig melancholisch klingt es vielleicht schon, wenn er nach seiner Ankunft von seinem »Für-immer-Zuhause« spricht.

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