von Dieter Hoß

18.02.2021, 12:11 Uhr

3D-Panoramen, Geräusche, Drohnenflüge – es soll viele Highlights geben bei der Mars-2020-Mission der Nasa. Bevor das wahr werden kann, muss der Rover Perseverance erstmal die Landung überstehen. An diesem Donnerstag ist es soweit.

Diesen Donnerstag haben alle Ingenieure und Wissenschaftler, die bei der Nasa oder anderswo an der Mission des Mars-Rovers Perseverance (Beharrlichkeit) beteiligt sind, herbeigesehnt. Und doch ist allen klar, dass ihnen zunächst die Hölle bevorsteht. „Eintritt, Abstieg und Landung werden oft als die sieben Minuten des Terrors bezeichnet“, sagt Swati Mohan, „denn es braucht etwa sieben Minuten, um sicher von der äußersten Atmosphäre des Mars bis zur Oberfläche zu kommen.“

Sieben Minuten, in denen die Leiterin der Navigation und Steuerung der Mars-2020-Mission und ihre zahllosen Kollegen völlig machtlos sind. Nach einem monatelangen Flug ist diese kurze Zeitspanne entscheidend, die kleinste Fehlfunktion könnte den Rover verglühen oder auf dem Boden zerschellen lassen. Jahrelange Arbeit wäre umsonst gewesen, fast 2,5 Milliarden Dollar in den roten Marssand gesetzt. Kein Wunder, dass der Nasa-Kontrollraum auch diesmal in kollektiven Jubel ausbrechen wird, sollte das ersehnte Signal von einer erfolgreichen Landung endlich eintreffen.