Chronologie
Von Marsnik 1 bis Perseverance – Triumphe und Pleiten der Marsforschung

Das Ziel nähert sich mit rasender Geschwindigkeit. Gut sechseinhalb Monate nach dem Start soll die Nasa-Sonde Perseverance am Donnerstagabend den Mars erreichen. Nach rund 470 Millionen Kilometern Flug durchs All hat der Rover fast unseren Nachbarplaneten erreicht – aber die letzten Meter sind bekanntlich die schwersten, wie die Chefin der Nasa-Abteilung für Planetenforschung, Lori Glaze, erklärt. „Auf der Marsoberfläche zu landen, ist das Gefährlichste, was wir schaffen müssen. Die größte Herausforderung ist der Eintritt in die dünne Marsatmosphäre. Sie beträgt nur rund ein Prozent der Atmosphäre unserer Erde. Das reicht, um beim Eintritt ordentlich Hitze zu erzeugen, aber nicht, um uns abzubremsen. Es ist also wirklich knifflig.“ Die Sonde muss von fast 20.000 Kilometern pro Stunde auf rund 320 km/h abgebremst werden. Das Landefahrzeug soll dann mit etwa Schrittgeschwindigkeit aufsetzen. Das Ganze innerhalb von nur sieben Minuten. Für den Touchdown hat die US-Weltraumbehörde das Becken eines ausgetrockneten Sees ausgewählt, den sogenannten Jerezo Krater. Im Gepäck hat Perseverance unter anderem einen kleinen Hubschrauber und Ausrüstung, um Gesteinsproben zu sammeln. Ziel der Marsmission ist nicht nur, nach Spuren von Leben auf dem Mars zu suchen. Ein Experiment namens Moxie könnte helfen, den Weg für bemannte Expeditionen zu ebnen. „Das CO2 in der Atmosphäre soll dadurch in Sauerstoff für Atemluft umgewandelt werden. Ein wirklich cooles Experiment, denn wenn wir jemals Menschen zum Mars schicken, wäre es toll, wenn sie den im Kohlendioxid enthaltenen Sauerstoff nutzen könnten und ihn nicht mitbringen müssen.“ Ein ziemlich anspruchsvolles Experiment, wie Lori Glaze…