»Es war für mich ein spannendes und konstruktives Gespräch mit gegenseitiger Wertschätzung«: Der SPD-Politiker Karl Lauterbach und der Trainer des FC Bayern München, Hansi Flick, haben ihre Meinungsverschiedenheiten in einem längeren Gespräch geklärt. Das teilte Lauterbach auf Twitter mit. »Jeder Streit ist beigelegt«, schrieb der Gesundheitsexperte.

Auch Flick bestätigte das Gespräch auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dpa. »Es war ein sehr konstruktives und interessantes Gespräch mit gegenseitigem Respekt. Wir bleiben in Kontakt«, sagte Flick.

Lauterbach und Flick waren zuvor über Äußerungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in Konflikt geraten. Lauterbach hatte die Reise der Bayern zur Klub-WM in Katar zunächst als »nicht verantwortungsvoll« kritisiert.

Flick wehrte sich daraufhin gegen die Einmischung durch »sogenannte Experten« aus der Politik. »Sie sollen sich zusammensetzen und eine Strategie entwickeln, dass man irgendwann Licht am Ende des Tunnels sieht. Das ist aktuell zu wenig«, forderte Flick von den Politikern.

Den SPD-Politiker griff er zudem direkt an: »Der Herr Lauterbach hat immer zu allem einen Kommentar abzugeben. Wenn ich nicht in der Verantwortung stehe und mir nur das Ergebnis anschaue, kann ich das immer leicht bewerten.«

Später ruderte der Bayern-Coach zurück. Er habe »nicht erwartet«, dass seine Aussagen öffentlich »solche Wellen schlagen« würden, sagte Flick. Es sei vielleicht gut, wenn er mal »unter vier Augen« mit Lauterbach rede, sagte der Trainer und bot dem Politiker ein Gespräch an.