Italiens neuer Ministerpräsident Mario Draghi hat eine Vertrauensabstimmung im Senat zu seinem Programm gegen die Coronakrise mit großer Mehrheit gewonnen. Für die Draghi-Regierung und ihre Vorhaben stimmten am Mittwochabend 262 Senatoren, bei nur 40 Gegenstimmen und zwei Enthaltungen.

Durch das Votum wurde der breite Rückhalt deutlich, den die neue Regierung im Parlament genießt. Am Donnerstag steht noch die Vertrauensabstimmung in der Abgeordnetenkammer an. Die Abstimmungen in beiden Häusern des Parlaments galten als bloße Formsache, da Draghi die Unterstützung aller großen Parteien hat.

Draghi führt Einheitsregierung

Der frühere Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) hat die Eindämmung der Corona-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen zu seiner obersten Priorität erklärt. Er werde die Krise »mit allen Mitteln bekämpfen«, hatte er am Mittwoch in seiner ersten Parlamentsrede seit seinem Amtsantritt angekündigt. Er nannte die Coronakrise auch eine Gelegenheit für den Wiederaufbau Italiens in einer stärker integrierten EU.

Draghi, der in Italien den Spitznamen »Super-Mario« trägt, war nach dem Auseinanderbrechen der Vorgängerregierung eingesprungen und hatte eine Einheitsregierung gebildet, die Parteien von links bis nach rechts außen vereint.

Schlimmste Rezension seit dem Zweiten Weltkrieg

Um die Corona-Impfkampagne zu beschleunigen, kündigte Draghi den Einsatz von Freiwilligen, des Militärs und der Katastrophenschutzbehörde an. Die Kampagne hatte Ende Dezember einen starken Start hingelegt, verzögerte sich dann jedoch. Von den rund 60 Millionen Einwohnern haben bisher nur 1,3 Millionen die nötigen zwei Impfdosen erhalten. Mehr als 94.000 Italiener sind bereits nach einer Corona-Infektion gestorben.

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