Australien
Wegen Streit um Mediengesetz: Facebook blockiert Zugang zu Nachrichten- und Katastrophendiensten

Sehen Sie in dem Video: Facebook macht im Kampf um Vergütung ernst und blockiert Medieninhalte.

Der Streit um ein geplantes Mediengesetz für digitale Plattformen in Australien hat eine neue Stufe erreicht. Facebook blockierte Nachrichteninhalte sowie Wetter- und Katastrophenwarnungen von Behörden im Land. Australiens Finanzminister Josh Frydenberg kritisierte die Entscheidung des US-Social-Media-Giganten scharf: „Facebooks Aktion war unnötig und plump und sie wird den Ruf der Firma hier in Australien schädigen. Ihre Entscheidung, den Zugang der Australier zu Regierungsseiten zu blockieren, egal ob sie Unterstützung im Kampf gegen die Pandemie liefern oder über psychische Gesundheit, Notfall- oder Wetterdienste informieren, war völlig unabhängig von dem Mediengesetz, das ja auch erst noch den Senat passieren muss.“ Das geplante Gesetz soll digitale Plattformen dazu zwingen, für Medieninhalte, die sie auf ihren Seiten posten, Geld zu zahlen. Sowohl Facebook als auch der Google-Mutterkonzern Alphabet bezeichnen das als undurchführbar. Sie drohten bereits im Januar an, ihre Dienste in Australien einzustellen, sollte die Regelung in Kraft treten. Google nahm in den vergangen Tagen das Heft selbst in die Hand und schloss mehrere Vorverträge mit lokalen Medien. Es wird erwartet, dass das Gesetz in den kommenden Tagen verabschiedet wird.

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